Wien hat die Kurtaxe erhöht: Wie viel muss man im Jahr 2026 zahlen?
Der Aufenthalt in Wien ist teurer geworden: Die Stadt hat die Kurtaxe erhöht und plant, sie im Jahr 2027 erneut anzuheben. Erfahren Sie mehr über die neuen Sätze, die Berechnungsregeln für die Kurtaxe und zusätzliche Kosten bei der Hotelbuchung
Seit dem 1. Juli 2026 ist die Kurtaxe in Wien von 3,2 % auf 5 % des Übernachtungspreises gestiegen. Dies ist nicht die letzte Erhöhungsstufe: Ab dem 1. Juli 2027 soll der Satz bereits 8 % betragen.
Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund eines Rekordtouristenstroms getroffen. Im Jahr 2025 wurden in Wien 20,1 Millionen Übernachtungen verzeichnet, während es im Jahr 2005 noch 8,8 Millionen waren. Die Stadtverwaltung begründet die Erhöhung der Abgabe mit der Notwendigkeit, den öffentlichen Nahverkehr, die touristische Infrastruktur und städtische Dienstleistungen zu finanzieren. Vertreter der Hotel- und Tourismusbranche warnen hingegen, dass ein höherer Steuersatz die österreichische Hauptstadt im Vergleich zu anderen Städten Mitteleuropas verteuern werde.
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Wie hat sich die Kurtaxe in Wien verändert?
Bis zum 30. Juni 2026 betrug die Kurtaxe in Wien 3,2 %. Sie wurde auf den Übernachtungspreis ohne Mehrwertsteuer und Frühstück berechnet, wobei die Steuerbemessungsgrundlage zusätzlich um 11 % reduziert wurde.
- Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 haben sich sowohl der Steuersatz als auch die Berechnungsweise geändert:
- Der Satz der Kurtaxe stieg auf 5 %
- Von den Übernachtungskosten werden wie bisher die Mehrwertsteuer und die separat ausgewiesenen Kosten für das Frühstück abgezogen
- Der Abschlag von 11 % bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage wird nicht mehr angewendet
- Ab dem 1. Juli 2027 soll der Satz auf 8 % angehoben werden
Die tatsächliche Erhöhung der Abgabe ergibt sich also nicht nur aus dem Anstieg des Satzes von 3,2 % auf 5 %, sondern auch aus der Ausweitung der Bemessungsgrundlage. Die Abgabe wird vom Hotel, Hostel, Apartmentvermieter oder einem anderen Anbieter von Kurzzeitunterkünften erhoben und anschließend an die Stadt abgeführt. Nach den offiziellen Vorschriften der Stadt Wien sind unter anderem Gäste von der Zahlung befreit, die ununterbrochen länger als drei Monate in derselben Unterkunft wohnen.
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Wie viel müssen Touristen nun zahlen?
Die Kurtaxe in Wien hat keinen festen Betrag: Die Höhe hängt von den Unterkunftskosten ab. Die Steuer wird auf den Übernachtungspreis berechnet, wobei die Mehrwertsteuer und separat ausgewiesene Frühstückskosten nicht berücksichtigt werden.
Bei einem geltenden Satz von 5 % beträgt die Kurtaxe:
- 5 € pro Nacht, wenn der steuerpflichtige Zimmerpreis 100 € beträgt
- 7,50 € bei einem Zimmerpreis von 150 €
- 10 € bei einem Übernachtungspreis von 200 €
- 15 € bei einem Zimmerpreis von 300 €
Beispielsweise zahlt ein Tourist für drei Übernachtungen in einem Zimmer mit einem steuerpflichtigen Preis von 200 € zusätzlich 30 €. Nach der Anhebung des Satzes auf 8 % im Juli 2027 wird die Kurtaxe für einen vergleichbaren Aufenthalt auf 48 € steigen.
Es ist wichtig, die Buchungsbedingungen zu prüfen: Je nach Hotel oder Anbieter kann die Kurtaxe bereits im Endpreis enthalten sein oder muss beim Check-in separat bezahlt werden. Das Frühstück wird nur dann nicht in die Berechnungsgrundlage einbezogen, wenn dessen Preis separat ausgewiesen ist.
In Griechenland gilt seit dem 1. April 2026 eine Sommerruhe, die bis Ende September andauert. Lesen Sie hier mehr über die Regeln, die Ruhezeiten und was Touristen beachten sollten.
Warum hat Wien die Kurtaxe erhöht?
Der Hauptgrund für diese Entscheidung ist der rasante Anstieg der Touristenzahlen. Im Jahr 2025 wurden in Wien 20,1 Millionen Übernachtungen verzeichnet, was einen neuen Rekord darstellt. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 lag dieser Wert bei 8,8 Millionen. Innerhalb von zwei Jahrzehnten stieg die Zahl der Übernachtungen um etwa 128 %, während die Einwohnerzahl der österreichischen Hauptstadt bei rund 2 Millionen liegt.
Die Stadtverwaltung erklärt, dass Touristen die Verkehrsmittel, öffentlichen Räume und sonstige Infrastruktur intensiv nutzen, deren Unterhalt zusätzliche Kosten verursacht. Die Einnahmen aus der Abgabe sollen in die Entwicklung städtischer und touristischer Dienstleistungen, des öffentlichen Nahverkehrs sowie in die Aufrechterhaltung der Infrastrukturqualität fließen.
Die Erhöhung entspricht zudem der Strategie Wiens, die auf den sogenannten „Qualitätstourismus“ ausgerichtet ist. Die Stadt ist bestrebt, Gäste anzuziehen, die länger bleiben und mehr ausgeben, und gleichzeitig die negativen Auswirkungen des Massentourismus zu begrenzen. Die Stadtverwaltung bezeichnet die neue Abgabe als Beitrag des Tourismussektors zur Erhaltung der Stadt, von deren Infrastruktur Hotels, Restaurants und Reiseveranstalter unmittelbar abhängig sind.
Mehr zu den Strafen für Touristen in Spanien im Jahr 2026 finden Sie hier.
Warum kritisieren Hotels und Reiseveranstalter die Erhöhung?
Der österreichische Hotelverband OeHV warnt davor, dass Wien nach der Anhebung des Satzes auf 8 % eine der höchsten Tourismussteuern in Europa haben werde. Beim Prozentsatz würde die Stadt insbesondere hinter Amsterdam zurückbleiben, wo 12,5 % auf den Übernachtungspreis erhoben werden.
Die Hoteliers betonen, dass parallel zur Steuerbelastung auch die Kosten für Strom, Lebensmittel und Löhne steigen. Die Unternehmen könnten einen Teil der zusätzlichen Kosten auf die Gäste abwälzen, wodurch eine Übernachtung in Wien im Vergleich zu anderen Hauptstädten Mitteleuropas teurer würde. Zum Vergleich: In Budapest beträgt die Kurtaxe 4 % des Zimmerpreises, während in Prag eine Pauschale von etwa 2 € pro Person und Nacht erhoben wird.
Reiseveranstalter weisen zudem auf die österreichische Flugticketsteuer in Höhe von 12 € hin. Die Gesamtheit dieser Abgaben könnte die Entscheidungen von Touristen und Fluggesellschaften beeinflussen. Als Beispiel nennen Branchenvertreter Ryanair, die ihre Präsenz in Bratislava, etwa 60 km von Wien entfernt, ausbaut, anstatt die Anzahl der Direktflüge in die österreichische Hauptstadt zu erhöhen. So könnte sich ein Teil der Reisenden für einen günstigeren Flug in die Slowakei entscheiden und von dort aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wien weiterreisen.
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Wir überwachen die Richtigkeit und Relevanz unserer Informationen. Sollten Sie also Fehler oder Unstimmigkeiten feststellen, wenden Sie sich bitte an unsere Hotline.
Häufig
gestellte Fragen
Wie hoch ist die Kurtaxe in Wien im Jahr 2026?
Wann wird die Kurtaxe in Wien auf 8 % angehoben?
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